Tanzsport

16.05.2017 - Lateinformation verpasst den Aufstieg

Die Enttäuschung war im Lager des TSV Bocholt auch am Montag noch nicht verflogen. Auf dem eigenen Aufstiegsturnier in der Euregiohalle wollte die Lateinformation den Sprung in die Zweite Bundesliga schaffen, doch am Ende blieb nur der undankbare dritte Platz.

 

 

Dabei hatte der von Sascha Pöstgens und Raffaela Schrupke trainierte TSV sogar im Durchschnitt eine bessere Bewertung (2,57) als die TSG Bietigheim (2,71) erzielt, doch dass diese von den Wertungsrichtern mehr Zweien erhalten hatte, gab letztendlich den Ausschlag zugunsten Bietigheims. Der Sieg ging klar an das Team Ars Nova. TSC Emsdetten, Grün-Gold-Club Bremen C und TSC Rot-Gold Casino Nürnberg belegten die Ränge vier bis sechs.

 

„Man hat an dem Ergebnis noch zu knabbern. Es sind auch einige Tränen geflossen. Denn anders als vor zwei Jahren war die Mannschaft auch ganz klar mit dem Ziel in das Turnier gegangen, den Aufstieg zu schaffen“, sagte Pöstgens. Gerade einmal eine Zwei fehlte letztendlich zum Aufstieg.

 

Dieser kann höchstens noch durch die Hintertür gelingen, wenn eine Mannschaft aus der Zweiten Liga zurückzieht. Gerüchte hierüber machten während des Aufstiegsturniers die Runde. Doch allzu sehr darauf verlassen will sich der TSV Bocholt nicht. „Wir gehen davon aus, dass wir auch in der nächsten Saison in der Regionalliga antreten werden, um dann einen neuen Anlauf in Richtung Zweite Bundesliga zu nehmen. Ein richtiges Team zeigt sich darin, dass es nach einer Niederlage wieder aufsteht“, sagte Abteilungsleiter Jean Niklas Mager.

 

Pöstgens konnte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Er hatte zwei „sensationelle Durchgänge“ gesehen. Der im großen Finale sei gar der beste Auftritt der gesamten Saison gewesen. „Ich habe uns auch vor Bietigheim gesehen, aber das ist natürlich subjektiv“, so der Coach. Bitter sei gewesen, dass das C-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen, das ansonsten nur Vieren und Fünfen erhalten hatte, von einem Wertungsrichter auf Platz zwei gesehen worden sei. Diese Platzierung fehlte dem TSV Bocholt letztendlich. In der neuen Saison soll nun erneut auf die Musik zu „The Team“ zurückgegriffen werden, aber ein neues Outfit her. „Tanzen lebt nun einmal auch von der Optik“, sagte Mager.

 

Das bedeutet, dass das Pink aus den Kleidern der Tänzerinnen wohl verschwinden wird. Dabei war diese Farbe während des Aufstiegsturniers omnipräsent. Die Zuschauer hatten die Tribüne pink geschmückt. „Es war auch eine Superstimmung in der Halle. Das zeigt, dass wir uns in den vergangenen Jahren auch eine kleine Fangemeinde aufgebaut haben“, sagte Pöstgens.

 

Die Ergebnisse des Standardturniers


Beim ebenfalls vom TSV Bocholt in der Euregiohalle ausgerichteten Aufstiegsturnier der Standardformationen haben TSC Blau-Gold Nienburg und 1. TSC Tanzkreis Schwarz-Gold Altenburg den Sprung in die Zweite Bundesliga geschafft. Auf den Plätzen folgten TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß, Blau-Weiss Berlin, TSC Rot-Weiss Casino Mainz und Club Saltatio Hamburg B. Die Standardformation des TSV hatte sich nicht für das Aufstiegsturnier qualifiziert.

 

Artikel & Foto: BBV

 

10.05.2017 - Das Standardtanzen neu entdeckt

Erfolgreicher Start für neues Gruppentraining der TSA des TSV Bocholt

 

Nach der Saison ist vor der Saison: Während die Standardformation zurzeit pausiert, fanden sich vergangenes Wochenende viele Tänzer zusammen, um sich tänzerisch weiter zu entwickeln. Mit dem dreimaligen Deutschen Meister Andreas Lippok wurde das neue Gruppentraining der TSA des TSV Bocholt eröffnet. Jeden Freitagabend können nun alle Interessierten sich speziell, beispielsweise mit Walzer, Tango oder Foxtrott beschäftigen und sich ganz individuell weiterentwickeln. Dabei ist das Angebot bewusst für alle Tanzinteressierten: „Man muss kein Turniertänzer sein, um an unserem Training teilzunehmen.“, erklärt Sportwart Thomas Pflewko. „Natürlich sollte man schon ein paar Schritte tanzen können. Aber wir haben aktuell in der Gruppe vom Paar, das frisch aus einem Fortgeschrittenenkurs kommt – und daneben tanzt unser S-Klasse-Paar.“ Das Training sei bewusst so gestaltet, dass alle Tänzer für sich etwas mitnehmen können.

 

Einen großen Anteil hat dabei der Trainer: Durch seine Erfahrung erst mit Ende Zwanzig mit dem Tanzsport angefangen zu haben, ist Trainer Lippok mit seiner Perspektive zeitlich noch recht nah an seinen Anfängen dran und kann die Herausforderungen von Tanzsportanfängern wie hochklassigen Turniertänzern gleichermaßen berücksichtigen. „Wir erhoffen uns, dass nicht nur unsere Formationstänzer das Angebot nutzen, sondern noch mehr Tanzinteressierte aus Bocholt hinzukommen. So könnte man in Zukunft auch mehr Angebote schaffen, die noch mehr auf die verschiedenen Niveaus zugeschnitten sind. Für’s erste sind wir aber schon jetzt zufrieden mit dem, was Andreas hier leistet!“, berichtet Pflewko begeistert.

 

Als nächstes folgt dasselbe Angebot auch für die Lateintänze: Am 20. Mai findet ein vierstündiger Workshop für die lateinamerikanischen Tänze wie ChaChaCha, Samba oder Jive mit dem neuen Latein-Trainer Markus Elsenbusch statt. Interessierte können hier die Grundlagen der lateinamerikanischen Tanztechnik lernen, wobei ein Fokus auf die Bewegung und Haltung im eigenen Körper gelegt wird. „Wir möchten mit den Workshops eine Möglichkeit bieten, sich tänzerisch weiter zu entwickeln, ohne gleich ein Formationstraining besuchen zu müssen. Damit soll der Tanzsport in Bocholt noch mehr Leuten offenstehen.“, so Pflewko.

 

21.04.2017 - Generationenwechsel in der TSA so gut wie vollzogen

Schon letztes Jahr kündigte sich der Wechsel langsam an, inzwischen ist er fast vollzogen: Die Tanzsportabteilung des TSV Bocholt hat sich neu aufgestellt. Der Anfang wurde im Dezember 2016 gemacht, als mit Jean Niklas Mager ein Nachfolger für den langjährigen Abteilungsleiter Matthias Funke gefunden wurde. Die ersten Wochen seiner Tätigkeit bestanden dann direkt darin, alte Angebote zu prüfen und neue Ideen zu gestalten. „Die Tanzszene in NRW und Deutschland hat sich schon in den letzten Jahren verändert!“, weiß Mager. Es gebe immer weniger Formationen im Bereich Standard und Latein, die Tänzer würden lieber im Einzelbereich tanzen oder andere Tanzarten probieren. „Die TSA war jahrelang bekannt für ihre gute Arbeit im Formationstanz. Wenn der Bereich allerdings durch fehlende Konkurrenz irgendwann wegbricht, wäre das für Abteilung und Verein gleichermaßen schlimm!“

 

Um das zu verhindern, haben er und sein Team neue Angebote entwickelt. „Wir wollen in Zukunft auch Einzelpaare und die, die es werden wollen, stärker fördern!“, berichtet Sportwart Thomas Pflewko. Mit neuen Gruppentrainings sowohl für Standard, als auch für Latein wurden nun Angebote geschaffen, um jedem Tanzbegeisterten eine Möglichkeit zu eröffnen. Den Anfang macht der Standardbereich mit Andreas Lippok, selbst dreifacher Deutscher Meister der S-Klasse. Ab Mai unterrichtet er verschiedene Techniken, Figuren und weitere Grundlagen des Standardtanzens in der TSA.

 

Die sportlichen Änderungen hängen auch mit der Personalstruktur der Abteilung zusammen: Am Ende der aktuellen Saison wird sich die erfolgreiche Trainerin Gesine Wels von der TSA verabschieden: „Nach 35 Jahren Training im Tanzsport fängt für mich nun ein neuer Lebensabschnitt an.“ Der Abschied falle ihr natürlich nicht leicht, aber sie wisse, dass die TSA in guten Hände läge. Am deutlichsten zu spüren bekommt dies die Standardformation, deren Trainerin sie viele Jahre war. In die Formationssaison 2017/2018 startet das Team nicht nur mit einer komplett neuen Musik und Choreographie: Ab Juni wird Thomas Pflewko als neuer Haupttrainer für die Mannschaft aktiv werden, der selbst jahrelange Erfahrung als Formationstänzer sammeln konnte. Nach mehreren Jahren in der Formation des TD Düsseldorf Rot-Weiß, wo er vordere Plätze bei Deutschen Meisterschaften belegen konnte, kehrte er vor einigen Jahren schon zurück nach Bocholt. Zu seiner Seite wird ihm Matthias Funke stehen, der bereits in den letzten Jahren maßgeblich am Aufbau und Training der Formation beteiligt war. Ende Mai wird das Trainerteam ihr neues Trainingskonzept und die Planungen für die kommende Saison vorstellen.

 

Für die Lateinformation und die Jazz- und Modern-Dance-Formation dauert unterdessen die Saison noch weiter an. Die Lateiner werden am 13.05. in der Sporthalle des Euregio-Gymnasiums um den Einzug in die 2. Bundesliga kämpfen. „Wir geben unser Bestes, um unseren Erfolg diese Saison auch zu einem bestmöglichen Abschluss zu bringen!“, berichtet Trainer Sascha Poestgens motiviert. Die Konzentration läge daher noch voll auf der aktuellen Saison, sodass die Planung für nächste Saison erst einmal nach hinten geschoben wurde. Es werde aber wie in den letzten Jahren rechtzeitig eine größere Ankündigung für den Saisonstart geben.

 

Ähnliches gilt auch für die JMD-Formation: Die letzten beiden Ligaturniere finden Mitte und Ende Mai statt. „Erst dann werden wir hier aktiv über nächste Saison nachdenken.“, bestätigt Mager, der als Betreuer die neue Trainerin Angela Faltin unterstützt. Wie bei Standard und Latein werde es auch hier die Möglichkeit geben, dass interessierte Jugendliche von 13 bis 17 Jahren einsteigen und so ebenfalls aktiv werden können.

 

15.04.2017 - Latein Workshop

13.04.2017 - Neues Trainingsangebot für Lateintänze

Nachdem die Standardsektion mit Andreas Lippok ein neues Angebot bekommen hat, ist es uns gelungen, auch im Bereich der Lateinamerikanischen Tänze ein neues Gruppentraining anbieten zu können. Ab Mai wird Markus Elsenbusch das Trainerteam der TSA verstärken und sich um die Lateintänze kümmern.

 

Markus tanzt seit seinem 12. Lebensjahr aktiv. Neben zahlreichen Turniersiegen in der Hauptklasse S-Latein war er auch Erster der niederländischen Rangliste, inkl. der Qualifikation für WM und EM. Er ist seit 2015 Profi. Tänzerisch ausgebildet wurde er durch Prof. Dr. Ruud Vermeij und Peter Townsend. Markus ist Trainer-C im DTV und hat an der Sporthochschule Köln die Fächer Tanz, Schauspiel und Musik studiert. Thema seiner Diplomarbeit war: „Die Bedeutung wichtiger psychischer Faktoren im lateinamerikanischen Tanzen“.

 

Seine Tätigkeit beginnt mit einem Workshop am 20. Mai 2017 von 16.00 bis 20.00 Uhr im TSV-Heim. Danach findet das regelmäßige Training ab Mittwoch, 24. Mai 2017, wöchentlich von 18:00 bis 19:30 Uhr statt.

 

Das Angebot richtet sich an Vereinsmitglieder, aber auch an alle Tänzer und Tanzpaare aus anderen Vereinen, die gerne das neu gestaltete Latein-Gruppentraining kennenlernen möchten. Für Vereinsmitglieder ist das Training kostenlos, Gasttänzer zahlen 7,50 € pro Person.